Nahaufnahme einer Passionsblume

Wissen

Der Säure-Basenhaushalt

Körperflüssigkeiten, pH-Wert und das von der Praxis beschriebene leicht basische Milieu von Blut, Bindegewebe und Zellen.

Worum geht es?

Der veröffentlichte Text beschreibt den pH-Wert verschiedener Körperflüssigkeiten und leitet daraus den Praxisansatz zur Säurelast ab.

Körperflüssigkeit und pH-Wert

Der menschliche Körper besteht überwiegend aus Flüssigkeit, die sich in der Zelle sowie außerhalb der Zelle (im Zwischenzellgewebe und in den Blut- und Lymphgefäßen) befindet. Diese hochmolekulare Flüssigkeit ist kein reines Wasser und hat dank der sog. Elektrolyte eine elektrische Leitfähigkeit.

Der pH-Wert einer Flüssigkeit ist das Maß für den sauren oder basischen Charakter einer wässrigen Lösung. Er ist abhängig davon, wieviel Wasserstoff-Atome die Flüssigkeit enthält. Beispiele für eine Flüssigkeit mit saurem pH-Wert sind Zitronen- und Magensäure, für einen basischen pH-Wert Natriumbicarbonat und Natron.

Basisches und saures Milieu

Der Großteil des menschlichen Körpers, die Blutflüssigkeit, die Zwischenzellflüssigkeit (Bindegewebe/Faszien) und die Zellflüssigkeit muss ein leicht basisches Milieu vorweisen, damit die Zellen gesund funktionieren und regenerieren können. Lediglich die Flüssigkeit im Darm, im Urin, die Tränenflüssigkeit und der Schweiß muss sauer sein.

Ein saures Milieu im Bindegewebe und in den Zellen ist ein idealer Nährboden für Krankheiterreger (wiederkehrende Infektionen, chron. Entzündungen) und für Degenerationen, d.h. für einen frühzeitigen Funktionsabbau von Organsystemen (Arthrose, Migräne, Hormonstörungen, Gallen- und Nierensteinleiden, Arteriosklerose, Bluthochdruck, Hauterkrankungen, vorzeitiges Altern, Müdigkeit und vieles mehr). In allen Systemen des Körpers, v.a. im Bewegungsapparat (Gelenke, Faszien, Muskulatur) wird eine Genesung erheblich erschwert.

Daher machte es Sinn, bei allen osteopathischen Indikationen eine Diagnostik und Mitbehandlung der Säurelast im Körper anzustreben.

Passende nächste Themen