Nahaufnahme einer Passionsblume

Komplementärmedizin

Neuraltherapie nach Huneke

Injektionen mit Procain bei den von der Praxis beschriebenen Störfeldern, chronischen Schmerzen und funktionellen Beschwerden.

Worum geht es?

Die Neuraltherapie wird vor allem bei der Behandlung von chronischen Schmerzen und funktionellen Störungen eingesetzt.

Ursprung und Störfelder

Die Neuraltherapie wird vor allem bei der Behandlung von chronischen Schmerzen und funktionellen Störungen eingesetzt.

Ihr Ursprung liegt in den 1950er Jahren, als der deutsche Arzt Dr. Ferdinand Huneke die Grundlagen dieser Therapie entwickelte. Huneke entdeckte, dass viele chronische Beschwerden, die oft nicht auf eine eindeutige Ursache zurückzuführen sind, mit Störfeldern im Nervensystem zusammenhängen.

Diese Störfelder entstehen durch Verletzungen, Entzündungen, Operationen oder Narbengewebe, können aber auch durch andere belastende Faktoren wie Stress oder Umweltgifte entstehen. Der Körper kann solche Störfelder langfristig "speichern", was dazu führt, dass die Nerven im betroffenen Bereich ineffizient funktionieren. Häufige Symptome sind chronische Schmerzen, Migräne, muskuläre Verspannungen, Faszienverklebungen, Schlafstörungen oder auch funktionelle Erkrankungen wie Verdauungsprobleme.

Anwendung

Die Neuraltherapie ist eine schonende Methode, die mit minimalen Eingriffen in Form von Injektionen verbunden ist. Sie kann die Wirkung einer osteopathischen Behandlung verstärken oder separat angewendet werden. Es wird Procain entweder einzeln oder in Verbindung mit einem anderen Heilmittel (DMSO oder Homöopathika) unter die Haut injiziert. Die Injektionen haben eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem, wodurch die Kommunikation zwischen den betroffenen Nerven und Geweben wiederhergestellt werden kann, sowie eine schmerzlindernde, entzündungshemmende und durchblutungsfördernde Wirkung.

Einsatzgebiete

Die Neuraltherapie wird vor allem bei der Behandlung von chronischen und funktionellen Beschwerden eingesetzt. Sie hat sich besonders bei der Linderung von Schmerzen und der Verbesserung von Bewegungsfunktionen bewährt. Zu den häufigsten Einsatzgebieten gehören:

Chronische Schmerzen

Insbesondere nach Unfällen oder Operationen können sich Störfelder entwickeln, die die Schmerzwahrnehmung und die Regeneration beeinflussen.

Migräne und Spannungskopfschmerzen

Migräneattacken und chronische Kopfschmerzen können durch Störfelder im Kopf- oder Halsbereich ausgelöst werden.

Verspannungen und funktionelle Beschwerden

Chronische und akute Verspannungen im Bereich der Wirbelsäule oder der Gelenke werden mit der Neuraltherapie behandelt.

Psychosomatische Beschwerden

Häufig sind emotionale Belastungen oder Stress die Ursache für eine Vielzahl von körperlichen Beschwerden. Auch diese können durch Neuraltherapie behandelt werden, da das Nervensystem in einem engen Zusammenhang mit emotionalen Prozessen steht.

Passende nächste Themen